Aktuelles
Frühschicht in Weißwasser
Jugendbeteiligung im Strukturwandel: Macht die Lausitz zu eurer Lausitz!
Wie könnte die Zukunft des Lausitzer Reviers aussehen? Antworten darauf lieferten gestern 170 Jugendliche mit beeindruckender Kreativität und Tatkraft bei unserer Frühschicht in Weißwasser. Ob eine Drohnenflotte, die den ländlichen Raum mit Medikamenten oder Lebensmitteln beliefert, eine nachhaltige Energiezentrale für die Lausitz oder ein Schlafstirnband, das die Schlafqualität misst und Ruheimpulse sendet – die Vielzahl an Ideen zeigte, welches Potenzial in der jungen Generation steckt, wenn sie gemeinsam Ideen für ihre Region und ihre Zukunft entwickelt.
Im Fokus stand dabei erstmals ein länderübergreifender Blick auf den Strukturwandel. Denn die Herausforderungen und Chancen des Braunkohleausstiegs betreffen die Lausitz als gemeinsamen Lebens- und Wirtschaftsraum von Sachsen und Brandenburg. Beide Länder arbeiten eng daran, neue Perspektiven zu schaffen und die Region nachhaltig weiterzuentwickeln.
Genau dieser Gedanke spiegelte sich auch in der Frühschicht wider: Schülerinnen und Schüler aus Sachsen und Brandenburg entwickelten gemeinsam mit Fachleuten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft Ideen dafür, wie die Lausitz künftig als moderner Lebens-, Arbeits- und Innovationsstandort gestaltet werden kann.
In zehn Workshops entlang der Themen Mobilität, Medizin, KI, Handwerk, Energie, Forschung und Innovation entstanden Konzepte, die sich sehen lassen können. Die tollen Ergebnisse machen deutlich, wie groß der Innovationsgeist der Jugendlichen ist und mit welcher Offenheit, Kreativität und Lösungsorientierung junge Menschen den Wandel ihrer Heimatregion mitgestalten wollen.
Die entwickelten Projekte wurden abschließend einer Fach-Jury präsentiert, zu der Konstantin Pötschke vom SMIL, Steve Kazalla vom SMWK, Sven Tischer von der Staatskanzlei Land Brandenburg, Katja Dietrich, Oberbürgermeisterin in Weißwasser, Simone Taubenek, Bürgermeisterin in Forst, Jens Frühauf vom Landratsamt Bautzen, Marie Thomas vom Landratsamt Görlitz, Dana Ritzmann vom GeoSN, Anjuli Raake von der Wirtschaftsregion Lausitz, sowie Jörg Mühlberg, Geschäftsführer der SAS, gehörten.
Besonders beeindruckt zeigte sich Sven Tischer: „Die Ideen, die im Bereich Medizin oder Mobilität entwickelt wurden, sind wichtige Impulse, um den ländlichen Raum sinnvoll zu versorgen, für alle Generationen lebenswert zu gestalten und fit für die Zukunft zu machen.“
Zum Abschluss ging an die Jugendlichen der Appell: Macht die Lausitz zu eurer Lausitz!
Ihre Ansprechpartnerin
Frau Stephanie Helfen