15.07.2021

Arbeitsfrühstück mit Ministerpräsident

Am 15. Juli 2021 besuchte Ministerpräsident Michael Kretschmer Hoyerswerda. Dem geplanten Treffen zur touristischen Entwicklung der Seenlandschaft rund um die Stadt, einer  Ansiedlung einer Bundesbehörde sowie dem Strukturwandel in der kernbetroffenen Region schloss sich ein Besuch des Scheibe-Sees an.

 

7.04 Uhr rollte der Tross um Ministerpräsident Michael Kretschmer am Alten Rathaus in Hoyerswerda vor und machte sich dann gleich auf den Weg zum Scheibe-See. Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh informierte dort mittels einem Drohnenflug und den Live-Luftbildern seinen Gast über den Stand der Entwicklungen des Hoyerswerdaer „Haussees“, der für die Region eine mittlere touristische Bedeutung hat. Diese soll in den kommenden Jahren weiter vorangetrieben werden. Bisher ist das Westufer als Strand und ein Rundweg für Radfahrer und Skater angelegt. Perspektivisch sind weitere Erschließung auch zur Übernachtung angedacht, um den Strukturwandel in der Region auch touristisch voran zu treiben. Allerdings gilt es hier, vor allem Hürden bezüglich des Hochwasserschutzes zu nehmen.

 

Im Anschluss stand eine Besichtigung mehrerer Grundstücke bzw. Immobilien zur Ansiedlung weiterer Bundesbehörden auf dem Programm. Unter anderem das Industriegebiet Zeißig mit über 100ha Gesamtfläche. Nach Abschluss aller notwendigen Arbeiten zur strukturellen Neu-Erschließung wäre dies die »größte zusammenhängende Industriegebietsfläche, die aktuell in Sachsen zur Verfügung stünde«, konstatierte Ministerpräsident Kretschmer.

 

Beim anschließenden Arbeitsfrühstück zum Thema Strukturwandel im Neuen Rathaus von Hoyerswerda, nahmen unter anderem  Vertreter der Sächsischen Agentur für Strukturentwicklung und auch Landrat Michael Harig teil. Dieser erklärte während des konstruktiven Austauschs: »Der Altkreis Hoyerswerda ist das vom Strukturwandel betroffene Kerngebiet und selbstverständlich hat die Stadt in den letzten 30 Jahren seit der Wende bereits einen enormen Strukturwandel vollzogen, aber jetzt muss es greifbar werden für die Menschen.« Dem schloss sich auch der Ministerpräsident an: »In Hoyerswerda muss etwas passieren, das steht außer Frage.«

 

Gemeint sein kann damit neben der Ansiedlung eines großen Forschungszentrums auch die Ansiedlung kleiner und mittlerer Unternehmen, die der Region Arbeitsplätze sichern und schaffen. Ein großes Thema hier könnte Carbon werden. Von der Grundlagenforschung bis hin zur Produktion und Umsetzung könnte das Thema eines der Lausitz werden. Bereits im September 2020 unterzeichnete Staatsminister Thomas Schmidt hierzu mit der LEAG in Boxberg eine Absichtserklärung und seit April 2021 entsteht als Pilotprojekt im Dorf Wurschen Sachsens erste Carbonbetonbrücke. Am Ende des Gesprächs konstatierte Ministerpräsident Kretschmer: »Als der Wecker so zeitig heute geklingelt hat, das war schon herausfordernd. Aber es hat sich auf alle Fälle gelohnt, dass wir uns hier getroffen haben – für alle Beteiligten.« Dem Oberbürgermeister der Stadt Hoyerswerda Ruban-Zeh sicherte er weitere Unterstützung zu, gerade auch im Hinblick auf die Ansiedlung weiterer Bundesbehörden in Hoyerswerda und bei der Überwindung aller Hürden zur Erschließung des Scheibe-Sees. »Das Treffen war in jeder Hinsicht konstruktiv und für uns in Hoyerswerda sehr wichtig«, äußerte sich Ruban-Zeh zum Ende des Treffens.

 

Bild: Stadtverwaltung Hoyerswerda